„Wie viel Lehrpersonal fehlt wirklich an den Grundschulen im Kreis Herford und der Stadt Bad Oeynhausen?“

Christian Dahm und Christian Obrok:

Der Lehrkräftemangel an den Schulen ist aktuell das größte Problem im Bildungssystem in NRW. Auch an den Grundschulen im Kreis Herford und Bad Oeynhausen fehlt es an Lehrpersonal. Das hat die Krankheitswelle im Dezember vergangenen Jahres besonders deutlich gemacht.

Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Christian Dahm und Christian Obrok wollen es genauer wissen und haben die aktuelle Berichterstattung in der heimischen Presse zum Anlass genommen, die Landesregierung zu befragen.

Bei den zugrunde gelegten offiziellen Zahlen gibt es neben dem fehlenden Lehrpersonal meist ein weiteres Problem, erklären Dahm und Obrok „Langzeiterkrankte und auch Schwangerschaften werden dort nicht berücksichtigt und auch im Hinblick auf das durch Corona auferlegte Tätigkeitsverbot für schwangere Lehrerinnen, würden diese den Schulen defacto fehlen. Hier gibt es auch keinen Ersatz. Das führt definitiv nicht zu einer Verbesserung der Personalsituation.“

Antworten seitens der Bezirksregierung gab es bisher nicht.

„Dann fragen wir beim Schulministerium genauer nach“, so Dahm und Obrok. Mittels einer Kleinen Anfrage wollen die beiden Abgeordneten den Schulen Antworten liefern.

Sie fragen nach unbesetzten Stellen an Grundschulen im Kreis Herford und Bad Oeynhausen und nach unbesetzten Rektoren- und Konrektorenstellen. Zudem wollen die Politiker wissen, nach welchen Kriterien Lehrerinnen und Lehrer von Schulen abgezogen werden, um an anderen Schulen zu unterrichten, die vom Personalmangel betroffen sind. Diese Vorgehensweise führe in einen Strudel und zu noch mehr Personalmangel, sagen die Landespolitiker.

Ebenfalls wollen sie wissen, wie sichergestellt wird, dass Ausfälle durch Langzeiterkrankungen und Schwangerschaften in den Schulen adäquat ersetzt werden und ob auch die sogenannten Alltagshelferinnen und Alltagshelfer an den Grundschulen im Kreis Herford und Bad Oeynhausen eingesetzt werden sollen. Diese sind bereits erfolgreich an Kitas tätig und helfen dem Personal im Alltagsgeschäft.

Eine Antwort auf die Kleine Anfrage wird in vier Wochen erwartet.

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