Verbraucherzentrale kommt nach Herford

von Katharina Brand-Parteck

Christian Dahm initiiert Gespräche

Ein nerviger Anruf zum Abendessen, dreiste Handyabzocke von Mobiltelefonanbietern, Probleme mit den Vermietern... Die Liste ließe sich endlos weiterführen. Viele Menschen in Herford und im Umkreis benötigen Hilfe bei diversen Themen des Alltags. Bisher hatten sie keine Anlaufstelle, das wird sich aber im kommenden Jahr ändern. Herford bekommt auf Initiative des SPD-Landtagsabgeordneten Christian Dahm, gestützt durch Landrat Jürgen Müller und diverse Gremien, eine vollwertige Verbraucherzentrale.

Für den heimischen Abgeordneten Christian Dahm ein großer Erfolg: „Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, die Verbraucherzentrale nach Herford zu holen. Der Kreistag hat in seiner heutigen Sitzung zugestimmt.“

Die Eröffnung könnte ggf. bereits zum September des kommenden Jahres erfolgen.

Christian Dahm und Landrat Jürgen Müller hatten im Vorfeld die Gespräche mit dem Leiter der Verbraucherzentrale NRW in Herford geführt. Dahm, der auch Mitglied des Beirates der Verbraucherzentrale ist, sieht die Beratung vor Ort als extrem wichtig für die Lebensqualität der Menschen im Kreis Herford an. „Bei wem sollen sich die Menschen sonst Hilfe holen? Ein Standort bei uns war längst überfällig. Bisher mussten Beratungssuchende nach Bielefeld oder Minden ausweichen. Der Kreis Herford war einer der wenigen Kreise, ohne eigene Verbraucherzentrale. In den Vorgesprächen wurde deshalb sofort klar, dass der Wunsch auf beiden Seiten besteht.“ Die Idee kam Dahm während seiner täglichen Arbeit: „Viele Menschen im Kreis Herford sind mit ihren Sorgen und Nöten in unsere Bürgerbüros gekommen. Eine rechtliche Beratung kann bei uns aber natürlich nicht stattfinden. Deswegen ist es gut, dass sie jetzt die professionelle Hilfe der Verbraucherzentrale in Anspruch nehmen können.“

Die Verbraucherzentrale in NRW betreibt derzeit 61 Beratungsstellen. Zu ihren Aufgaben gehört die rechtliche Beratung von Verbrauchern, die rechtliche Vertretung, die Verbraucherinformation und die Verbraucherbildung. Themen orientieren sich an dem jeweiligen Bedarf der Hilfesuchenden.

Im Kreis Herford sollen die bestehenden Beratungsangebote nun durch die Verbraucherzentrale sinnvoll ergänzt werden.

Der Kreis Herford beteiligt sich mit 50 Prozent an den einmaligen Umbau- und Einrichtungskosten und an den laufenden Personal-, Sach- und Gemeinkosten. Der darüber hinaus gehende Bedarf, wird aus Mitteln des Landes NRW finanziert.

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