Über Hindernisse in den Landtag

von Katharina Brand-Parteck

AWO-Gruppe besucht Christian Dahm in Düsseldorf

Wie hieß es noch gleich von der Landesregierung: „Mehr Bewegung, weniger Stau?“ Von diesem Versprechen merkte die Besuchergruppe der AWO Oetinghausen und Lippinghausen erstmal gar nichts. Nach einer Tour über diverse Autobahnen des Ruhrgebiets, kam die Reisegruppe aus dem Kreis Herford mit 2 ½ stündiger Verspätung in der Landeshauptstadt Düsseldorf an. Trotz der widrigen Umstände, erlebten sie dennoch einen tollen Ausflug in den Landtag. Der heimische Abgeordnete Christian Dahm hatte die Gruppe der AWO eingeladen. „Die AWO hat dieses Jahr Jubiläum. Sie kämpfen seit 100 Jahren für Gerechtigkeit, Solidarität, für Vielfalt und Frauenrechte. Der Besuch war mir deshalb sehr wichtig!“

Nach einer Stadtrundfahrt durch Düsseldorf kamen die Besucherinnen und Besucher im Parlament in den Genuss einer Plenardebatte. Diese durften sie von der Tribüne des Plenarsaals anschauen. In der anschließenden Gesprächsrunde mit Christian Dahm, kam auch die veränderte Diskussionskultur zu Sprache. „Seitdem nicht mehr nur Demokraten im Parlament sind, gehen die Debatten teilweise unter die Gürtellinie“, sagt Dahm und bezieht sich auf aktuelle Reden zum 70-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes. „Da findet unerträglich Geschichtsfälschung statt. Deshalb bin ich sehr stolz, dass in der heutigen Debatte zum Grundgesetz alle Demokraten zusammengestanden haben.“

Dahm berichtet von seinem Alltag als Abgeordneter und was ihm besonders wichtig ist: Seine Fachbereiche Kommunales und Umwelt und „die Menschen bei uns im Kreis Herford.“

In der anschließenden Fragerunde wurden verschiedene, auch gesellschaftskritische Themen angesprochen, aber auch gleichwertige Lebensverhältnisse, Pflege und Gesundheit oder auch bezahlbares Wohnen thematisiert.

Passenderweise fand am gleichen Tag eine große Demo der Erzieherinnen und Erzieher vor dem Landtag statt. Viele der Beteiligten arbeiten bei der AWO, die als Kita-Träger mit dem neuen Kita-Gesetz konfrontiert wurde. „Diese Demo findet zurecht statt. Das Geld kommt einfach nicht bei den Erzieherinnen und Erziehern an. Wir schaffen es in NRW nicht mal, einheitliche Kita-Gebühren zu zahlen.“

Trotz aller Widrigkeiten, endete der sonnige Tag mit einem herrlichen Ausblick über den Rhein, bevor es wieder zurück in den ebenso schönen Kreis Herford ging.

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