Sommer-Newsletter

von Katharina Brand-Parteck

Aktuelles aus meinem Wahlkreis

Liebe Leserinnen und Leser,

Corona stellt alles auf den Kopf – oder hinter Plexiglas!
Zum ersten Mal seit dem Lockdown, durften wieder alle Abgeordneten an den Plenarsitzungen teilnehmen. Abgeschirmt in Plexiglasboxen, oder wie scherzhaft unter den Abgeordneten gesagt wurde: Im Aquarium.  Bewegungseinschränkend, aber notwendig.
Was passiert, wenn man sich nicht an Hygienevorschriften hält, sieht man derzeit im Nachbarkreis Gütersloh. Auch im Kreis Herford wohnen Angestellte von Tönnies.
Der Corona-Ausbruch rund um den Schlachtbetrieb Tönnies macht die Gegend zurzeit zum größten Hotspot in Europa. Aber Armin Laschet hat viele Tage gebraucht, um das zu begreifen. Wieder einmal hat er zu lange die Augen vor den Tatsachen verschlossen. Am Sonntag hat er noch wortreich argumentiert, warum es im Kreis Gütersloh keinen Lockdown braucht. Zwei Tage später hat er genauso wortreich den Lockdown verkündet. Bei so einem Schlingerkurs muss man sich immer fragen: Was kommt morgen?
 
Laschets Lieblingsworte derzeit sind: „Verantwortungsvolle Normalität gestalten."
Von welcher Normalität redet er da eigentlich?

Von einem Gesundheitssektor, in dem das Streben nach finanziellen Gewinnen dazu führte, dass Mundschutzmasken nicht mehr in Europa, sondern im asiatischen Raum hergestellt wurden, weil die Produktion im Cent-Bereich billiger war? Von einem Pflegebereich, der massiv unterfinanziert ist und personell am Stock geht?
Oder gar von der Fleischindustrie, die mit Werkverträgen und Leiharbeit ein System geschaffen hat, das Menschen auf perverse Art ausbeutet?
 
Wir wollen nicht zurück zu dieser Normalität. Wir wollen einen sozialen Neustart. Damit unsere Leistungsträgerinnen und Leistungsträger endlich die Anerkennung bekommen, die NRW zusammenhält. Unsere Eckpfeiler heißen: Wertschätzung – Sicherheit – Fortschritt. Darauf haben wir auch unseren Antrag aufgebaut, den wir ins Plenum eingebracht haben.
 
Und apropos „Normalität“: Für die Grundschüler eher eine absolute „Unnormalität.“ Erst wochenlang gar keine Schule und mehr schlecht als recht lernen im Homeoffice, dann ein bisschen Schule und plötzlich, kurz vor den Ferien, doch wieder täglich Schule?
 
Nichts ist so beständig, wie die Unbeständigkeit der Landesregierung. Was aber sicher ist: Ab heute geht’s in NRW in die Sommerferien. Und die sollten alle genießen! Wer weiß, was uns nach den Ferien erwartet…
 
Einen schönen Sommer und bleiben Sie alle gesund!

 

Ihr/Euer

Christian Dahm

 

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