Landesregierung taucht ab

von Katharina Brand-Parteck

Anfrage zum Schwimmunterricht lässt viele Fragen offen

„Die NRW Landesregierung ist offenbar abgetaucht und hat über die Weihnachtsferien ihre Arbeit eingestellt. Wie sollte es sonst zu erklären sein, dass sie keinen Überblick darüber hat, ob an allen Schulen im Kreis Herford und Bad Oeynhausen durchgängig Schwimmunterricht angeboten wird“, stellt Christian Dahm irritiert fest. Der heimische Landtagsabgeordnete hatte eine Kleine Anfrage mit dem Titel „Was unternimmt die Landesregierung, um den Schwimmunterricht an den Schulen im Wahlkreis 90 (Bad Oeynhausen, Enger, Herford, Hiddenhausen und Vlotho) zu gewährleisten“ gestellt. Die Antworten verwundern Dahm, denn einige davon wurden mit kuriosen Begründungen erst gar nicht beantwortet. So konnte die Landesregierung aufgrund der Ferien nicht feststellen, ob in Grundschulen in Bad Oeynhausen und in den weiterführenden Schulen flächendeckend Unterricht angeboten wird, oder welche Schwimmhallen bzw. Freibäder von den Schulen genutzt werden.

Was Dahm auch fehlt, ist eine konkrete Aussage zur Förderung von Schwimmvereinen, als Alternative zur schulischen Ausbildung. „Viele Eltern berichten von fehlenden Kursplätzen in Schwimmvereinen. Hier bedarf es einer Förderung der Vereine, denen Schwimmzeiten und geeignetes Personal fehlen. Gerade im Hinblick darauf, dass privater Unterricht häufig überfüllt und teuer ist und die Schülerinnen und Schüler nur eine Stunde Schwimmunterricht pro Woche haben, müssen zusätzliche Möglichkeiten geschaffen werden.“ Auch nach der Möglichkeit der Erhöhung der Schwimmstunden an Schulen, fragte Dahm. „Alleine die Hin- und Rückfahrt zum Schwimmbad und das Umziehen beansprucht extrem viel Zeit, die beim eigentlichen Schwimmen fehlt. Eine Stunde ist viel zu kurz.“ Aber auch hier können die Eltern keine Veränderung erwarten, denn die Landesregierung hat „eine grundlegende Veränderung der gegenwärtigen Stundentafel nicht vorgesehen“, wie es in der Antwort der Kleinen Anfrage heißt.

Christian Dahm wird die Landesregierung erneut fragen, wie eine konkrete Förderung von Sportvereinen in seinem Wahlkreis durch die Landesregierung möglich ist. Er will auch wissen, wie viele Kinder am Ende der Schulzeit schwimmen können.

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