Kleine Forscher löchern Landtagsabgeordneten mit Fragen

von Katharina Brand-Parteck

Christian Dahm besucht am „Tag der freien Schulen“ die Forscherhaus Grundschule in Herford

Schon beim Eintreten in die Schule wird klar: Das wird ein spannender Morgen.

Es duftet nach Plätzchen, weil die Weihnachtsbäckerei in voller Produktion läuft und einzelne Klassen fleißig Kekse backen. Bei dem Duft kann auch Schulhund Norbert nicht widerstehen. Die französische Bulldogge läuft freudig winselnd über den Flur. Entweder um Kekse abzustauben oder aber um Christian Dahm zum „Tag der freien Schulen“ im Forscherhaus zu begrüßen.

Letzteres hatten Geschäftsführerin Elgin Willmann und die Schüler Hannah und Luciano aber schon übernommen. Die beiden Klassensprecher der vierten Klasse führen den heimischen Abgeordneten durch ihre Schule und erklären die Abläufe vom Unterricht, über das gemeinsame Essen bis hin zur Nachmittagsbetreuung.

Der heimische Landtagsabgeordnete verbündete sich und gab den beiden Schülern, die auch im Schülerparlament sitzen, hilfreiche Tipps mit auf den Weg: „Seht immer zu, dass ihr euch im Vorfeld einer Sitzung im Schulparlament Eure Mehrheiten organisiert und die Eltern und Lehrer überstimmen könnt. Dann klappt das auch mit mehr Fußbällen für die Pause“, riet der Politiker.

Höhepunkt des Besuchs des Abgeordneten war sicherlich die gemeinsame Diskussionsstunde, die kein Spaziergang für den Landespolitiker wurde. Die Schülerinnen und Schüler hatten ausnahmslos alle Fragen vorbereitet. Gleich bei den ersten drei Fragen wurde klar: Die Forscherhaus-Kinder sind politisch äußerst interessiert. Dahm musste auf Fragen zu Tierversuchen, gefällten Bäumen und Kirmespferden antworten. Bei einigen sehr speziellen und wissenschaftlichen Fragen musste Dahm passen und gab ehrlich zu, nicht alle Dinge zu wissen.

Was Viertklässler besonders interessiert: „Haben Sie eigene Haustiere“, „Was machen Sie in ihrer Freizeit“ und „Finden Sie den FC Bayern gut?“ Natürlich bekamen die kleinen Forscher darauf ihre Antworten. Ins Detail ging Dahm vor allem bei den zahlreichen Klima-Fragen. Hier wurde deutlich, dass sich die Forscherhaus-Schüler viele Gedanken über den Klimaschutz machen und vor allem Abgase verringern möchten und Müll vermeiden wollen.

In der kurzweiligen Stunde konnten gar nicht alle Fragen beantwortet werden, so dass einige Schüler noch im Rausgehen Christian Dahm Fragen zuwarfen. Etwa, ob draußen ein Bodyguard auf ihn warten würde.

Im abschließenden Gespräch mit der kommissarischen Schulleiterin Monika Lücke, Geschäftsführerin Elgin Willmann und Marketingmitarbeiterin Angela Böhne ging es noch um den gemeinsamen Austausch.

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