Geballtes europäisches Glück in Vlotho

von Katharina Brand-Parteck

Ergebnisse der Europäischen Jugendwoche

Foto: Katharina Brand-Parteck

Kreis Herford. „Ich bin sehr glücklich – diese gemeinsame Jugendwoche in Vlotho war ein sehr gutes Projekt. Wir sind richtig zusammengewachsen, es ist einer der schönsten Erfahrungen in meinem Leben“, beschreibt die 16jährige Emma aus Italien sehr begeistert und auch der 14jährige Lasse aus Kirchlengern ist glücklich: “Wir haben hier so viel gelernt von dem Leben und den Gewohnheiten in anderen Ländern, das hat sehr viel Freude und sehr viel Glück gebracht.“

Seit dem 14.10. sind insgesamt 31 Jugendliche aus Deutschland, Italien, Lettland, Frankreich und Polen in Vlotho und nehmen teil an der diesjährigen Europäischen Jugendwoche der Kreises Herford im Gesamteuropäischen Studienwerk teil. Sie beschäftigen sich nun fast eine Woche lang mit dem Thema Glück.

Zu dem ganz offiziellen Thema „Glücksfaktoren und Werte in Europa: Was macht europäische Jugendliche glücklich“ standen für die Jugendlichen ganz unterschiedliche Vorträge, Workshops, Exkursionen und Gespräche auf dem Programm.

Nach der Auseinandersetzung mit Glücksfaktoren und Werten in Europa haben die Jugendlichen einen gemeinsamen Glücksindex entwickelt. Dieser ist heute (19.10.) dem heimischen SPD Landtagsabgeordneten Christian Dahm als offiziellem politischen Vertreter vorgestellt worden.

Die wichtigsten Faktoren des Glücks sind demnach Freiheit, das allgemeine Wohlbefinden und die Liebe – für die 31 jungen Europäer sind hingegen als Lieferanten des Glücks Geld, Gesundheit und Glauben weniger wichtig. Überraschend für den Politiker Christian Dahm: „Es ist spannend, wie unterschiedlich das Glück definiert wird und das bei den jungen Menschen hier beispielsweise das Thema Gesundheit so weit hinten steht. Der Austausch der ganz unterschiedlichen Glücksgefühle ist für mich sehr bereichernd und ich freue mich, dass bei den jungen Leuten die Freiheit so weit oben steht. Ich selber halte neben der Freiheit vor allem auch den Frieden und die Sicherheit für die höchsten Güter in Europa.“ 

Morgen ist der letzte Tag der Jugendwoche – neben einem eigenen Buch, das die Ergebnisse der Woche dokumentiert nehmen die 31 Jugendlichen aus Deutschland, Italien, Lettland, Frankreich und Polen aber vor allem eins mit: neue Freundschaften und damit eine große Portion Glücksgefühl.

Zusatzinfo:

Die Jugendbegegnungswochen haben in dieser Form bereits mehr als 20 Mal stattgefunden, immer abwechselnd in einer der Partnerstädte.

Die letzten Jugendbegegnungswochen fanden im Juni 2013 in Bassano del Grappa in Italien statt, 2015 und 2017 im Kreis Herford und im Sommer 2018 in Voiron in Frankreich. Auch Sportvereine, Schulen, Institutionen oder Vereine sind seit vielen Jahren in die Begegnungs- und Austauschprojekte des Kreises miteinbezogen. Ehrenamtliche arbeiten an der Vorbereitung und Durchführung des Austauschprogrammes mit.

Der Charakter der Begegnungsprojekte hat sich in den letzten Jahren verändert – es werden immer häufiger multilaterale Projekte durchgeführt, an denen mehrere europäische Partnerregionen teilnehmen. Diese Projekte werden häufig durch die Europäische Kommission gefördert, um die Vision von einem zukünftigen gemeinschaftlichen Europa Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Kreis Herford ist seit über vierzig Jahren in der Entwicklung der freundschaftlichen Verbindungen zu europäischen und außereuropäischen Städten und Regionen aktiv. Der Kreis hat insgesamt acht partnerschaftliche Beziehungen oder freundschaftliche Verbindungen zu Städten in Frankreich, Kroatien, Schottland, Nicaragua, Amerika, Polen, Lettland und Italien.

 

Text: Petra Scholz, Kreis Herford

Fotos: Katharina Brand-Parteck

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