Einmalige Erfahrung beim Jugend-Landtag

von Katharina Brand-Parteck

Maximilian Reeck spricht über seine Erlebnisse

Er durfte auf Platz 1 sitzen und sich einmal wie ein echter Landtagsabgeordneter fühlen. Der 18-jährige Maximilian Reeck aus Hiddenhausen war beim diesjährigen Jugend-Landtag in Düsseldorf dabei. Der „echte“ Abgeordnete Christian Dahm, hatte extra für ihn drei Tage lang seinen Platz geräumt.

Maximilian Reeck berichtet von seinen Erfahrungen:

Donnerstag

Am Donnerstag, dem ersten Tag, traf ich mich am Vormittag gemeinsam mit Jana und Maike, die für zwei andere Abgeordnete aus dem Kreis Herford in den Jugendlandtag einzogen. Nach der gemeinsamen Zugfahrt kamen wir ziemlich pünktlich am Landtag an. Auf die Begrüßung im Plenum folgte die erste Fraktionssitzung in der wir die Fraktionsvorsitzenden wählten. Hier habe ich dann auch „meinen“ Abgeordneten Christian Dahm getroffen.

Am Abend hatten wir Jugend-Landtags-Teilnehmer Zeit uns untereinander kennenzulernen und gemeinsam in gemütlicher Runde den Tag am Rheinufer ausklingen zu lassen. Der Landtag hat für alle Teilnehmer Zimmer in der Jugendherberge auf der anderen Rheinseite bereitgestellt.

Freitag

Am Freitagmorgen ging es nach dem Frühstück von der Herberge aus zu Fuß zum Landtag. Dort fanden erneut Fraktionssitzungen und Expertenanhörungen zu den Themen statt. Besonders gut fand ich, dass Organisationen die die betroffenen Gruppen direkt vertreten, dort so ihren Eindruck zu den vorliegenden Anträgen schildern konnten.

Am Nachmittag legten wir die Rednerinnen und Redner zu den Themen fest. Ich durfte eine Rede zum Eilantrag aus unserer Initiative heraus unter dem Titel "Polizeigesetz NRW stoppen" vorbereiten.

Danach ging es in die Ausschusssitzungen, in denen die Themen vorberaten wurden. Mich hat vor allem die Diskussionskultur auf hohem Niveau bei den meisten anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern beeindruckt.

Bis in die späten Abendstunden hinein verbrachten wir noch mit Diskussionen und ich mit der Vorbereitung meiner Rede am Rheinufer, beziehungsweise auf unseren Zimmern.

Samstag

Am letzten Tag war es dann endlich soweit, die Plenarsitzung stand an. Das bedeutete für mich: Die Anderen mit meiner Rede überzeugen. Ich erläuterte, warum wir als Fraktion uns gegen die geplanten Änderungen am PolG NRW aussprechen und appellierte an die anderen Fraktionen, die Menschenrechte über das schlicht nicht vorliegende Schein-Sicherheitsbedürfnis zu stellen und nicht umgekehrt.

Nach meiner Rede bekam ich Applaus und Standing Ovations aus unserer SPD- und der Grünen-Fraktion. Auch wenn ich manche Redebeiträge die völlig dem eigentlichen Thema auswichen nicht verstanden habe, fand ich die Plenardebatte echt aufregend und freue mich umso mehr, dass wir uns mit der SPD-Fraktion bzw. unseren Vorstößen in vielen Punkten durchsetzen konnten.

Fazit

Der Jugendlandtag war alles in Allem für mich eine einmalige Erfahrung, die ich jederzeit gerne wieder mitmachen würde und nur jedem empfehlen kann, um den Parlamentsalltag mal hautnah mitzuerleben. Und eine Sache schonmal vorweg: Abgeordnete/r sein, ist kein Zuckerschlecken und ein 24 Stunden-Job.

An dieser Stelle auch noch ein herzlicher Dank an „meinen“ Abgeordneten Christian Dahm, der mir dieses aufregende und lehrreiche Erlebnis ermöglicht hat.

 

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