Dahm besucht Imkerverein Herford Eickum

von Katharina Brand-Parteck

Im Einsatz für Bienen und Blumen

Christian Dahm zusammen mit den Imkern Detlef Gehring und Detlef Beckendorf in Schutzkleidung vor einem Bienenstock.

Ein leises Summen ist zu hören, wer näher kommt, der hört es sogar lauter!

Es sind die Bienen von Imker Detlef Beckendorf, dem zweiten Vorsitzenden des Imkervereins Eickum aus Herford.

 Sein Volk ist gerade fleißig dabei neuen Honig zu produzieren. Zusammen mit Detlef Gehring, dem Vorsitzenden des Vereins, nähern sich die Besucher um den SPD-Landtagsabgeordneten Christian Dahm dem Bienenstock in Beckendorfs Garten. Dahm setzt sich für Bienen ein, weil diese vom Insektensterben bedroht sind.

Der Imkerverein aus Herford-Eickum ist einer von insgesamt 10 Vereinen im Kreis Herford. Einer davon ist sogar ein reiner Frauenverein. Der Eickumer Vorsitzende Detlef Gehring ist als Bienen-Sachverständiger im Kreis Herford unterwegs. Er verfügt über die erforderliche Sachkunde und berät zudem andere Imker im Kreisgebiet.

An diesem Tag berät er auch den Abgeordneten: „Eigentlich sind Bienen ja ganz friedlich“, so die beiden Bienenkenner Gehring und Beckendorf. Zur Sicherheit darf sich Christian Dahm aber dann doch „einpacken“. In Schutzbekleidung, mit Netz vor dem Gesicht, damit der Bienen-unerfahrene Dahm nicht aus Versehen gestochen wird.

Mit Hilfe eines sogenannten „Smokers“ werden die Bienen mit Rauch angepustet und beruhigt. Auf diese Weise kann der Imker in Ruhe am Bienenvolk arbeiten und z.B. Waben herausnehmen. Ein Blick auf die Wabe und der Imker sieht, ob der Honig schon reif ist und geerntet werden kann. Eine luftdurchlässige Wachsschicht ist dann auf den Waben zu sehen.

Christian Dahm konnte an dem Nachmittag noch einiges mehr über die Bienen lernen – z.B. dass man sich niemals vor die Flugschneise der bis zu 25 km/h schnellen Bienen stellen sollte.

Oder, dass Honiggläser aus dem Supermarkt ausgespült werden sollten, bevor sie in den Glascontainer kommen, weil sich sonst Krankheitserreger verbreiten könnten. Krankheiten bereiten den Imkern sowieso Kopfzerbrechen: Die Faulbrut, eine bakterielle Brutkrankheit, ist bei Bienen verbreitet.

Aber der wichtigste Punkt überhaupt: Wir brauchen die Bienen!

Dahm: „Sie bringen uns nicht nur leckeren Honig, sie sind auch für unsere Umwelt enorm wichtig. Unsere Welt würde ohne Bienen, bzw. alle Insekten, grau aussehen. Wir Menschen könnten auf Dauer auch nicht überleben.“

Die Imker spielen beim Überleben der Bienen eine große Rolle. Dahm lobt das Engagement der Bienen-Fachleute. „Sie bringen sich hier nicht nur ehrenamtlich ein, sondern leisten einen wichtigen Beitrag für unser Öko-System.“

Die beiden Imker gaben dem Politiker noch konkrete Maßnahmen mit auf den Weg: „Wir brauchen weniger Steingärten, dafür mehr Blumen und man sollte das Gras auch mal länger stehen lassen.“

Im Gegenzug bietet Dahm seine Hilfe an: Der Imkerverein Eickum will sich demnächst auf einer städtischen Fläche erweitern und noch mehr Bienenstöcke aufstellen. Dahm sagte hier seine Unterstützung zu und will sich bei Bürgermeister Kähler dafür einsetzen.

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