Antrittsbesuch bei Hiddenhausens neuem Bürgermeister

von Katharina Brand-Parteck

Christian Dahm besucht Andreas Hüffmann

„Hier wohne ich jetzt“, begrüßt Andreas Hüffmann den Abgeordneten Christian Dahm in seinem Büro. Der SPD-Landespolitiker besucht traditionell die neuen und alten Bürgermeister und tauscht sich mit Ihnen über die aktuellen politischen Themen aus. Für Andreas Hüffmann ist dieses Gespräch eine Premiere: Zwar standen beide natürlich bereits vorher im engen Austausch, aber als Bürgermeister hat Hüffmann jetzt einen anderen Blick auf die Themen.

Optisch hat sich in seinem Büro noch nicht ganz so viel verändert. „Ich hatte noch nicht viel Zeit, meinen Stil einzubringen. Vor allem habe ich in der Anfangszeit viele Gespräche geführt, um mich bei meiner Verwaltung vorzustellen. In Coronazeiten dauert das alles aber etwas länger“, so der neue Bürgermeister.

„Der Inhalt zählt ja auch“, stellt Dahm fest. Und inhaltlich ist Andreas Hüffmann gut in Tritt gekommen. „Natürlich ist die derzeitige Situation sehr stark von Corona geprägt, allerdings muss auch das Leben in der Gemeinde weitergehen, bzw. auf die Zeit nach Corona vorbereitet werden“, sind sich die Politiker einig.

Coronabedingt ist die Gemeinde Hiddenhausen, wie andere Kommunen auch, erheblich belastet. Die Pandemie verursacht Mehraufwendungen, hohe Kosten und geringere Einnahmen.

„Die Kommunen werden leider noch jahrelang mit den finanziellen Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben. Der einmalige Ausgleich der Gewerbesteuer im letzten Jahr und die dauerhafte Übernahme von Kosten der Unterkunft war richtig und ein erster Schritt. Das darf es aber jetzt nicht gewesen sein. Auch für 2021 und die nächsten Jahre braucht es erneute Hilfen. Leider werden den Kommunen jetzt neue Schulden aufgebrummt – für Hiddenhausen über 700.000 Euro.“ Christian Dahm versprach sich weiter dafür einzusetzen, dass Städte und Gemeinden echte Finanzhilfen aus dem NRW-Rettungsschirm bekommen.

„Die Kommunen müssen auch in Zukunft lebenswert sein“, so Dahm, das ginge aber nur ohne neue Schulden.

Neu-Bürgermeister Hüffmann ist nichtsdestotrotz bereits in guten Planungen für Hiddenhausens Zukunft. Das Thema Bebauung liegt ihm am Herzen:

„Mein Ziel ist es, guten und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen – barrierefrei und altengerecht. Dafür setzen wir uns als Gemeinde ein“, versprach Hüffmann. Der neue Bürgermeister möchte zudem den Ausbau mit Solarenergie vorantreiben und die bereits gute Schulsituation in der Gemeinde weiter entwickeln.

Beide Politiker tauschten sich im gemeinsamen Gespräch auch über eine Verbesserung der Verkehrssituation aus. Hier insbesondere über Fahrradwege, die B 239 und über den Ausbau der geplanten ICE-Trasse.

Bei dem einen oder anderen Thema kann Christian Dahm als Landespolitiker unter die Arme greifen.

„Auch deswegen ist mir der gemeinsame Austausch mit den Bürgermeistern in meinem Wahlkreis wichtig. Kommunen und Länder haben viele Themen, die sich überschneiden. Da kann ich einiges mit nach Düsseldorf nehmen und an diversen Stellen behilflich sein“, so Dahm abschließend.

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