SPD NRW Generalsekretär André Stinka macht auf Sommertour Station bei Maßarbeit in Herford

von Charlotte Bents

Herford: Beratung und Unterstützung von Langzeitarbeitslosen, Tipps für die Bewerbungsmappe oder die individuelle und vertrauensvolle Hilfestellung im Alltag; Über das breite Betreuungs- und Hilfsangebot der evangelischen Stiftung Maßarbeit informierte sich der Generalsekretär der NRW SPD André Stinka während seiner Sommertour in Herford. Begleitet wurde er dabei vom Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze,  den Landtagsabgeordneten Angela Lück und Christian Dahm sowie einigen Mitglieder des SPD-Stadtverbandes Herford.

„Bei unserer letzten Regionalkonferenz haben wir einen Antrag zum sozialen Arbeitsmarkt beschlossen. Wir brauchen langfristige Instrumente und ebenso langfristige Planungssicherheit. Die Menschen müssen begleitet werden, um eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Das geht nur über Bundesprogramme. Für uns ist es wichtig, Gespräche mit großen, etablierten Trägern, wie Maßarbeit zu suchen“, so Stefan Schwartze.

„Die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen sowie die Beratung sind wichtig und liegen uns am Herzen. Maßarbeit profitiert dabei auch von Landesmitteln. Sie bei Maßarbeit müssen Fürsprecher sein und schauen, wo Sie die Menschen unterbringen können. Dafür braucht es viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen“, erklärten die Landtagsabgeordneten Dahm und Lück.

Maßarbeit kümmert sich dabei um eine besondere Personengruppe und setzt bei der täglichen Arbeit auf kleinteilige, individuelle Lösungen. Bereits seit 1991 bietet Maßarbeit verschiedene Beschäftigungsprojekte an, angefangen mit dem Projekt Weser-Werre-Else. „Wir haben uns bewusst nicht um Förderprogramme beworben, die auf die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten, gerichtet waren. Dafür fehlt uns hier vor Ort die nötige Infrastruktur und es ist einfach eine Nummer zu groß. Wir setzen auf kleinere und spezielle Programme für unsere Zielgruppe“, erklärte Frank Riedel, Diplom-Sozialarbeiter.

Seine Einrichtung unterstütze bei der Suche nach Arbeitsstellen, stelle Kontakt zu Trägern und Organisationen her und helfe bei der Bewerbung. „Wir erfahren hier viel über Einzelschicksale. Die Hemmschwelle ist niedriger, hier fühlen sie sich verstanden und vertrauen uns. Für die Menschen ist es wichtig Wertschätzung zu erfahren, dass sie für ihr Geld gearbeitet haben und sich darüber freuen wieder Kollegen zu haben. Das ist auch wichtig für ihr Umfeld“, erklärte Marion Westphal, Diplom-Sozialpädagogin.

Riedel und Westphal formulierten klare Forderungen an die Politiker. „Wir brauchen vor allem langfristige Maßnahmen und eine gesicherte Finanzierung. Eine pauschale Finanzierung wäre natürlich ein Traum“.

Generalsekretär André Stinka zeigte sich beeindruckt von der engagierten Arbeit der evangelischen Stiftung Maßarbeit und der großen Erfahrung vor Ort. „Wir müssen die Kurzfristigkeit von Projekten hinterfragen. Es gibt eine Menge öffentlicher Arbeit, die geleistet werden muss. Wir brauchen mehr Akzeptanz in den Betrieben. Das ist eine große gesellschaftliche Aufgabe, die uns hier bevorsteht“, so Stinka.

Zum Abschluss der Gesprächsrunde stellte Frank Riedel fest, dass sich die Situation seit 1991 gewandelt hat: „Früher hatten wir viele Menschen, die gut ausgebildet waren und einfach irgendwann einmal Pech hatte. Heute sehe ich hier viele, auch junge Menschen, die nie eine langfristige Erwerbstätigkeit kennengelernt haben“.

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