Eine scharfe Angelegenheit

von Katharina Brand-Parteck

Christian Dahm besucht Familienbetrieb Schäffer Werkzeuge

Zähne wo man nur hinschaut. Nicht etwa als Kauwerkzeug im Mund, sondern als Baustein für hochpräzises Werkzeug für den Handwerker. Bei Schäffer in Herford werden unter anderem Sägen gefertigt - die besagten Zähne werden an die Sägeblätter angeschweißt und sind später das „Schneidewerkzeug“. Gefertigt werden sie teilweise mit der Hand, aber auch mit Maschinen, die einzeln so viel wie 2 Einfamilienhäuser zusammen kosten.

Das 1971 gegründete Unternehmen wird mittlerweile in zweiter Generation von den Schwestern Heike Rieso und Britta Aleth geführt, die den elterlichen Betrieb übernommen haben. Alle vier „Schäffers“ haben den Landtagsabgeordneten Christian Dahm am Herforder Standort empfangen.

„Made in Germany“, oder besser gesagt „Made in OWL“ wird in dem Familienbetrieb groß geschrieben. Man schätze unter anderem die gute Infrastruktur in Herford, obwohl man hier mit vielen großen Unternehmen im Wettbewerb stehe, sagen die beiden Geschäftsführerinnen. Sie würden die Standortsicherheit schätzen und wollen auf keinen Fall ins Ausland gehen. Wir sagen „Ja zu OWL“ sagen Aleth und Rieso.

Christian Dahm hat sich die Sorgen und Nöte in einem gemeinsamen Gespräch angehört und durfte auch einen Blick in die Produktion werfen, bei der beide Geschäftsführerinnen mit technischem Know-How glänzen konnten.

Angesprochen wurden Themen wie Ausbildung, Fachkräfte, Arbeitsschutz und das Internet als Standortfaktor der Zukunft.

Um mehr und bessere Auszubildende zu bekommen, regt Christian Dahm eine Kooperation mit Schulen an. Im Landtag habe man die Weichen für einen guten Übergang von der Schule in den Beruf mit dem Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ gestellt.

„Außerdem wollen wir die Azubis mit den Studenten gleichsetzen. Wir planen dafür ein Azubiticket, ähnlich dem Semesterticket für Studenten, welches den jungen Leuten Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr anbietet.“

Auch wurde über die allgemein wirtschaftliche Lage gesprochen. Das letzte Jahr sei sehr erfolgreich gewesen, berichten die Geschäftsführerinnen von Schäffer. Aufgrund der aktuellen Weltwirtschaftslage könne es aber zu Schwierigkeiten im Export, vor allem mit den USA und der Türkei kommen, vermuten Aleth und Rieso. Schäffer habe einen Exportanteil von etwa 35 Prozent. Das Kundennetz sei breit aufgestellt, die Händlerstruktur ist weltweit ausgerichtet.
21 Mitarbeiter arbeiten derzeit im Familienbetrieb, 16 davon in der Produktion.

Der nächste Besuch von Christian Dahm bei Schäffer soll allerspätestens im Jahr 2021 erfolgen. Damm feiert das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen.

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