„Ein starkes Team“

von Katharina Brand-Parteck

SPD Kreistagsfraktion auf Firmenbesuch bei Bockermann Fritze in Enger

Das Hauptgebäude ist einer Reithalle nachempfunden, hell, lichtdurchflutet, mit hohen Decken. Hier sollen sich Architekten und Ingenieure wohlfühlen und kreativ werden können. Das Ingenieurbüro Bockermann Fritze in Enger legt sowieso viel Wert darauf, dass es den Mitarbeitern gutgeht. Grund genug für die SPD-Kreistagsfraktion gemeinsam mit MdL Christian Dahm und Landrat Jürgen Müller das Unternehmen zu besuchen.

Etwa 130 Mitarbeiter arbeiten an 3 Standorten in der Unternehmensgruppe, die aus den Bereichen „Ingenieur Konsult“, „Plan4Building (Logistik) und „DesignHaus“ besteht.
Unter dem Motto „Ein starkes Team“ werden hier zum Beispiel Brückenbau, konstruktiver Ingenieurbau oder auch Verkehrswegeplanungen durchgeführt, um nur ein paar Bereiche der vielfältigen Aufgabenfelder zu nennen. Die politischen Besucher wurden in 3 Gruppen durch das Unternehmen geführt und konnten sich eine Verkehrssimulation der Herforder Innenstadt ansehen. „Was würde passieren, wenn im Bereich der Bahnhofskreuzung ein Kreisel gebaut werden würde“, fragte das Team um Geschäftsführer Klaus Bockermann. Thema zwei handelte von „Urbanen Sturzfluten“ und wie Überschwemmungen, beispielsweise auf Grund von Starkregen, in Städten und Gemeinden vermieden werden können. An der dritten Station zeigten die Mitarbeiter ausdrucksvoll, wie sie Logistikbauten planen. Vor allem im Logistikbereich würde das Unternehmen, bedingt durch den Anstieg des Online-Handels, einen starken Wachstum verzeichnen.

Ein entscheidender Faktor für das gute Gelingen der einzelnen Projekte, sei aber vor allem die Mitarbeitergewinnung und -motivation. Hier setze Bockermann Fritze vor allem auf ein tolles Ambiente. Stolz sei man auf seine 11 Auszubildenden, von denen alle übernommen werden und eine Quote von 48 Prozent weiblicher Mitarbeiter. Fachkräfte bilde man selber aus, deswegen habe man bei der Suche nicht so große Probleme. Allerdings habe man auch mit einem gewissen Standortdefizit zu kämpfen. „Enger ist nicht Düsseldorf oder Hamburg“, so Geschäftsführer Bockermann. „Wir können keine Großstadtgehälter zahlen, wollen deswegen aber mehr bieten als nur Geld.“ Dazu gehöre die Familienfreundlichkeit, das gemeinsame Sport treiben, Sponsoring von Vereinen, oder auch soziales Engagement, was dem Unternehmen in diesem Jahr den Preis „Top Job 2017 - Top Arbeitgeber“ eingebracht hat.

SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender Wolfgang Tiekötter lobte das Unternehmen. „Ich wusste gar nicht, was hier alles gemacht wird. Viele Projekte begleiten uns davon auch im Kreis Herford, beispielsweise der Bau der Hansabrücke in Herford oder der Schäferweg in Rödinghausen“

Christian Dahm lobte: „Das der Fachkräftemangel hier kein Thema ist, erleben wir selten. Toll, dass Sie ihren eigenen Nachwuchs ausbilden.“ Gleichzeitig fragte der Landtagsabgeordnete auch nach Problemen und Wünschen an die Landespolitik. Hier erfuhr er, dass sich die Firma ein duales Studium in der Nähe wünsche. Das gebe es momentan nur in Buxtehude. Aufgrund der Nähe zu Hamburg, würde man viele Studenten in die Hansestadt verlieren. In Bielefeld gebe es zwar ein entsprechendes Studium, aber nicht in der dualen Variante, die das Unternehmen für seine Studentinnen und Studenten favorisiert. Des Weiteren wünsche man sich schnellere Internetverbindungen am Standort Enger, so Klaus Bockermann.

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